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veröffentlicht am 1. März 2021
Auch wenn die Umsetzung von Windkraftanlagen (WKA) ein komplexes und mit Risiken behaftetes Projekt darstellt, haben Stadtwerke in Verbindung mit Kommunen eine sehr vorteilhafte Position. Sie zeichnen sich durch Bürgernähe aus und können wie keine andere Institution Wertschöpfung aus der Windkraft für die Kommune erwirtschaften. Im Folgenden haben wir die Wertschöpfungsmöglichkeiten dargestellt und einen möglichen Weg zur Umsetzung skizziert.
Seit 2018 sind genehmigte Windprojekte Mangelware. Die Ausschreibungen sind dauerhaft unterzeichnet und die Gebote bei den Ausschreibungen, die die Förderung nach dem EEG festlegen, liegen meist beim zulässigen Höchstwert. Dies hat die Regierung dazu veranlasst im EEG 2021 einige neue Regelungen zu verabschieden, die durch verschiedene Maßnahmen diesen ungünstigen Zustand beenden sollen. Durch eine bevorzugte Bezuschlagung einer gewissen Quote von Südstandorten und die Einführung einer neuen Vergütungskategorie für Schwachwindstandorte werden diese gefördert. Ebenso wurde eine Zahlung an die Standortgemeinden einer Windkraftanlage verabschiedet.
Das Fazit der Novelle bezüglich Windkraft bleibt weiterhin: Wer ein genehmigtes Windkraft-Projekt hat, kann beträchtlich profitieren. Dies gilt insbesondere für Kommunen und die zugehörigen Stadtwerke. Neben vielen Profitmöglichkeiten haben diese durch ihre einzigartige regionale Position beste Möglichkeiten, ein Projekt zu realisieren. Durch ihre Kenntnis von und Verflechtung mit lokalen Strukturen und Akteueren sind sie optimal vernetzt – natürlich auch politisch. Als gewählte Vertreter der Bürger bzw. im Falle des Stadtwerks als Instrument, das sich oft im (partiellen) Eigentum der Kommune befindet, genießen Sie das Vertrauen, nicht zuletzt durch ihre Präsenz. Als regionaler Wirtschaftsfaktor in öffentlicher Hand sind die Gemeinwohlinteressen offensichtlich.
Dadurch können sie auch von wirtschaftlichen Instrumenten profitieren, die anderen nicht zur Verfügung stehen, wie beispielsweise Kommunalbürgschaften. Diese einzigartige Bündelung von Kompetenzen undMöglichkeiten versetzt das Stadtwerk in eine grundlegend vorteilhafte Position bei der Umsetzung von Windprojekten.
Sie können, wie sonst kein anderer, Bürgerbeteiligung leben und dadurch einen wichtigen Baustein eines Windprojektes auf dem Weg zu einer erfolgreichen BImSch-Genehmigung setzen.
Kommunale Akteure haben neben den ökologischen Vorteilen auch große wirtschaftliche Anreize. Wer hier alle Register zieht, kann viel Geld für das Stadtwerk, die Kommune und schlussendlich immer auch für die Bürger erwirtschaften.
Auch ohne Beteiligung an dem Windpark gibt es folgende Erlösmöglichkeiten:
Hat man beschlossen, ein Projekt zu initiieren, lohnt es sich auf jeden Fall eine Strategie für die Umsetzung zu entwickeln. Dies beinhaltet eine eingehende Analyse der Umsetzungsvarianten und der damit einhergehenden Chancen und Risiken. Wie schon erwähnt, ist die Auswahl groß und ein Kauf bzw. Verkauf von Projekten in jedem Projektstadium möglich. Ebenso ist eine Vielfalt an gesellschaftlichen Konstruktionen für die Umsetzung denkbar. Typische Zeitpunkte für Transaktionen sind:
Mit dem Projektfortschritt ändern sich die Risiken und daher ändert sich auch der Wert des Projekts bzw. die Rendite, die sich mit einem Verkauf erzielen lässt. Typischerweise sind die Risiken während Inbetriebnahme bzw. Beginn des operativen Betriebs am niedrigsten.
Während der Projektentwicklung, dem Bau und gegen Ende der technischen Betriebszeit steigt das Risiko. Um die Vielfalt an Möglichkeiten darzustellen, würden wir an dieser Stelle gerne einen aus unserer Erfahrung heraus vorteilhaften Ansatz zur Gewinnmaximierung und gleichzeitigen Risikominimierung darstellen.
Speziell für Stadtwerke in Verbindung mit Kommunen sind die Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung und die Erlösmöglichkeiten sehr vielfältig. Das Projektierungsrisiko kann durch geeignete Strategien geschickt ausgelagert werden, ohne zu viel der Rendite zu verlieren. Eine Untersuchung des Gemeindegebietes auf geeignete Standorte ist daher auf jeden Fall zu empfehlen. Ebenso ist aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen für Schwachwindstandorte eine Neubewertung von aus diesem Grund ad acta gelegten Projekten anzuraten. Im Weiteren wäre auch denkbar, sich in Windprojekte im Vertriebsgebiet einzukaufen –sich somit die Strommenge mittelfristig zu sichern und perspektivisch durch ein Repowering des Standortes ggfs. sogar noch eine deutlich höhere Stromerzeugung zu ermöglichen.
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Michael Rogoll
M.Sc. Engineering
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Kai Imolauer
Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH)
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